Geprobt wurde eine sogenannte Trockenübung – also ohne echtes Feuer, Rauch oder Wasser. Angenommen wurde zunächst eine Rauchentwicklung im linken oberen Stockwerk der Kita, kurz darauf kam die Meldung über eine vermisste Person hinzu. Ein realistisches Szenario, das die Einsatzkräfte forderte.
Mit vier Fahrzeugen und drei Einsatzgruppen rückte die Feuerwehr an. Eine Gruppe kümmerte sich um die Brandbekämpfung: Sie suchte den angenommenen Brandherd, setzte einen Rauchverschluss, verlegte den Schlauch durchs Treppenhaus und „löschte“ die Rauchquelle. Parallel dazu machte sich eine zweite Gruppe auf die Suche nach der vermissten Person und überprüfte, ob sich der Brand weiter ausgebreitet hatte. Die Person wurde schließlich ins Freie gebracht und symbolisch an den Rettungsdienst übergeben.
Ein weiterer wichtiger Teil der Übung war die Hygiene nach dem Einsatz. Dafür wurde eigens eine Station aufgebaut, an der sich Einsatzkräfte, die mit Schadstoffen in Kontakt gekommen wären, umziehen können – ein Aspekt der Feuerwehrarbeit, der oft im Hintergrund abläuft, aber enorm wichtig ist, um möglichen Spätfolgen wie Feuerkrebs vorzubeugen.
Nach der Übung folgte eine gemeinsame Besprechung. Dabei wurde auch deutlich, wie entscheidend freie Zufahrten im Einsatzfall sind: Da Park- und Busparkplätze belegt waren und die Feuerwehrzufahrt zum Schulhof teilweise zugeparkt war, musste kurzfristig auf eine große Hofeinfahrt ausgewichen werden. Ansonsten waren die Bassener Feuerwehrleute aber sehr zufrieden mit der Durchführung und dem Ablauf der Einsatzübung.
Zum Abschluss nutzten die Feuerwehrleute die Gelegenheit zu einer Begehung der gesamten Kita. Dabei wurden Informationen zu Räumlichkeiten, Kinderzahlen, Altersgruppen und möglichen Verstecken ausgetauscht – wertvolles Wissen für einen möglichen Ernstfall.
Der Abend zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig die Arbeit der Feuerwehr ist und wie wichtig das gute Zusammenspiel mit Einrichtungen vor Ort ist. Ein herzliches Dankeschön an die Feuerwehr Bassen für den engagierten Einsatz und die tolle Zusammenarbeit – ein wichtiger Beitrag für die Sicherheit unserer Kinder.